Nachgefragt bei Verena Lang, Gewinnerin in der Kategorie "Aus der Erde auf den Tisch"

11. Oktober 2019
"Aus der Erde auf den Tisch" lautete das Motto unserer diesjährigen Kategorie mit unserem Partner Ja! Natürlich, mit der wir auf die Wichtigkeit eines gesunden Bodens aufmerksam machen wollten. Verena Lang vom Blog "About Verena" hat unsere Jury mit ihrem Blog-Beitrag "Tomaten-Risotto vom Samen bis zur Tomate", indem sie ihre Tomaten tatsächlich vom Samen bis auf den Teller dokumentiert hat, so gefallen, dass sie hochverdient mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurde: 
Verena, wie ist die Idee zu deinem Blog "About Verena" entstanden?
Hm, ich wollte weg vom traditionellen Rezeptbuch und hab damals den Blog nur für mich erstellt, um eben die Rezepte dort zu sammeln. Ein "Blogbeitrag" bestand damals wirklich nur aus Rezept, einer kurzen Anleitung und einem Handybild mit Instagram-Filter - also wirklich super, super unprofessionell. 
Ein Schwerpunkt deines Blogs ist Regionalität. Warum ist dir dieses Thema ein so wichtiges Anliegen? 
Regionalität spielt für mich eine riesige Rolle. Bei uns zuhause gab es nie frische Beeren im Winter - und wenn doch, dann eingefroren vom Sommer davor. Da hat mich meine Mutter wirklich stark geprägt. Natürlich kauf' ich mir Orangen und Mandarinen im Winter - die nicht wirklich regional sind - aber ich achte einfach sehr drauf, dass ich regional und saisonal einkaufe. Besonders im Sommer und Herbst funktioniert das super, da wir das Meiste ohnehin selbst im Garten ernten können.
Du hast mit deinem Rezept „Tomaten Risotto – vom Samen bis zur Tomate“, unsere Jury begeistert. Du schilderst, wie du im Herbst die Samen von reifen Tomaten gewinnst, im darauffolgenden Frühling die Samen ansetzt und im Mai die Pflänzchen in den Garten setzt, bevor du aus den reifen Tomaten dein köstliches Risotto kochst. Welche Bedeutung hat für dich selbst angebautes Gemüse? 
Ich bin ein totales Landmädchen. Mama und Oma haben beide schon immer große Gemüsegärten und da wird man natürlich angefixt. Seit diesem Jahr haben ich meinen ersten, eignen Garten mit vielen Kartoffeln, Tomaten, Kürbissen und Zucchinis. Dieser Prozess vom Samen, übers Pflänzchen, bis hin zum reifen Gemüse ist deshalb natürlich wahnsinnig spannend für mich.
Du hast deine Leidenschaft zum Kochen ja durch deine Oma schon recht früh entdeckt. Was sind die drei besten Tipps, die dir deine Oma fürs Kochen mitgegeben hat?
Der wohl wichtigste Tipp ist, den Ofen immer, immer vorheizen. Ebenso wie die Stäbchenprobe - denn niemand mag halbrohen Kuchen. Ein weiterer Tipp von Oma ist, den Germteig beim Gehen in eine Schüssel mit Deckel geben und die Schüssel in einem heißen Wasserbad (z.B. Spüle mit Wasser) schwimmen lassen, der Teig geht sooo toll auf.  
Welche Gerichte kommen in deiner Heimat im Südburgenland auf den Tisch, wenn die ganze Familie zusammenkommt? 
Ganz klar - Fruchtknödel. Am liebsten mögen wir selbstgemachte Marillen- oder Erdbeerknödel, aber auch Zwetschkenknödel sind ein Traum.  
Wo isst du am liebsten, wenn du auswärts isst? Was ist dein aktuelles Lieblingslokal?
Lenz im Lend ist mein liebstes Lokal. Ein wirklich tolles, kleines Cafe mit regionalen und saisonalen Produkten direkt vom Lendplatz.
In deiner Küche: Was ist dein wichtigstes Küchenutensil?
Mein wichtigstes Küchenutensil ist natürlich der Mixer.
Was ist deine absolute Lieblingszutat? 
Meine liebste Zutat ist Zimt - Weihnachtsduft das ganze Jahr über. 
Was ist dein internationaler Lieblingsblog? 
Ich verfolg richtig gerne Lindsay von loveandoliveoil - ihr Fotostil gefällt mir hierbei am besten. 
Was ist dein liebstes Kochbuch? 
Um ehrlich zu sein, hab' ich's nicht wirklich so mit Kochbüchern. Ich mag die handgeschriebenen Rezeptbücher von Oma und Mama, aber so ein "richtiges" Lieblingskochbuch hab' ich nicht wirklich. 
Wohin geht’s mit „About Verena“? Hast du schon ein neues Projekt in Planung? 
Nein - überhaupt nicht. In nächster Zeit möcht' ich mich wieder viel intensiver mit dem Blog beschäftigen. Da ich berufsbegleitend studiere, hab' ich oft keine Zeit, neue Rezeptideen zu realisieren. Aber das wird für das nächste Jahr auf jeden Fall ein guter Vorsatz. 
Fotos: © Verena Lang

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