Das sind die Finalisten der Kategorie BILLA Familienrezepte & Generationenkochen

12. September 2019

Aus 50 Einreichungen in der Kategorie BILLA Familienrezepte & Generationenkochen haben es drei Bloggerinnen ins Finale geschafft: sie werden ihr Rezept bei der großen AFBA-Preisverleihung am 20.9. im Reaktor auf der BILLA Kochbühne live kochen. Wer gewinnt, entscheidet das Publikum!

 

Wir haben die drei Finalistinnen zum Interview gebeten:

 

Julia von Beets & Treats und ihr Rezept „Herzhafte Kartoffelpuffer mit Tahin-Dip"

 

Julia, du hast es mit deinem Rezept „Herzhafte Kartoffelpuffer mit Tahin-Dip" ins Finale der Kategorie „BILLA Familienrezepte & Generationenkochen“ geschafft. Erzähle uns, warum dieses Rezept für dich so wunderbar in unsere Familienkategorie passt! 

Meine Kartoffelpuffer passen für mich ideal in die Kategorie, da sie in meiner Familie schon über Generationen zubereitet werden, denn auch meine Uroma kochte sie schon. In meiner Kindheit habe ich oft bei meiner Oma gegessen, bei der das Gericht auch regelmäßig auf dem Tisch stand. Dabei waren häufig auch andere Familienmitglieder anwesend, wodurch es mich besonders an meine Familie und das gemeinschaftliche Essen erinnert.

Die Familie prägt unsere kulinarischen Vorlieben ja von klein auf – was sind deine frühesten, kulinarischen Kindheitserinnerungen, die du noch heute liebst?

Das sind ganz klar „Strauben“ mit Zucker und „Blattln“ mit Kraut. Da beide Gerichte aus frittiertem Teig bestehen, gibt es sie allerdings eher selten bei mir - eine gesündere Version steht aber definitiv ganz weit oben auf meiner „Rezepte-To-Do-Liste“.

Auf deinem Blog dreht sich alles rund um vegetarische und vegane Rezepte. Was sind vegetarische oder vegane Klassiker aus deiner Heimat Tirol, die wir unbedingt probieren müssen?

Neben den zwei gerade genannten sollte man auch unbedingt Kaiserschmarren, Moosbeernocken und Apfelräder probiert haben. Wer es lieber herzhaft mag, dem empfehle ich Tiroler Schlutzkrapfen und Spinatknödel.

  

Anja von Küchenzauber und ihr Rezept „Polsterzipferl“

 

Anja, du bist mit deinem Rezept „Polsterzipferl“ unter den Finalisten der Kategorie „BILLA Familienrezepte & Generationenkochen“. Warum hast du ausgerechnet dieses Rezept in der Familienkategorie eingereicht?

Es ist ein Rezept meiner Oma "Lini", einem meiner wichtigsten Menschen im Leben. Leider musste ich vor kurzer Zeit für immer Abschied von ihr nehmen. Daher ist es mir dieses Jahr umso wichtiger für meine Oma und mich diese Auszeichnung zu holen. Mit der Nominierung bin ich meinem Ziel schon ein ganzes Stückchen nähergekommen und meine Oma wäre bestimmt jetzt schon sehr stolz.  

Viele Familienrezepte werden ja von Generation zu Generation weitergegeben. Wie wichtig ist dir Tradition und der kulinarische Austausch zwischen den Generationen?

Generationenwechsel hat auch immer etwas mit dem Austausch von Traditionen zu tun und daher sind diese zwei Wörter für mich sehr eng miteinander verbunden. Tradition ist mir persönlich sehr wichtig und ich denke, da bin ich wohl nicht die Einzige. In unserer doch sehr schnelllebigen, modernen Zeit hält Tradition immer wieder mehr Einzug. Back to the Roots heißt es!

Du hast vor kurzem geheiratet. Welche kulinarischen Familienklassiker durften auch bei deiner Hochzeit nicht fehlen?

Ein Schnitzerl durfte als österreichisches Traditionsgericht in unserer Menüplanung nicht fehlen. Den Anfang machte aber ein Teller voller "Oberlandler Vorspeisenschmankerl", ein Teller hausgemachter Köstlichkeiten der Region: Frischer Schafskäse, Rohschinken und handgearbeitete Rosmaringrissini. Damit ist aber nicht genug, denn beim traditionsgemäßen "Absperren", bei dem die Brautleute miteinander Aufgaben lösen müssen, um weiterfahren zu dürfen, gab es Bauernkrapfen nach einem bewährten Rezept meiner Nachbarin. 

  

Melanie von Butter & Zucker und ihr Rezept "Ribiselkuchen à la Mama"

 

Melanie, dein Rezept für "Ribiselkuchen à la Mama" ist unter den Top 3 Rezepten unserer Kategorie „BILLA Familienrezepte & Generationenkochen“. Warum hast du dich genau für dieses Rezept entschieden? 

Weil der Kuchen ein echter Herzenskuchen von mir ist, mit dem ich ganz viele Erinnerungen verknüpfe. Vom Ribiselpflücken mit meiner Oma als Kind angefangen über Sommerfeste, wo ich diesen Kuchen noch von meiner Mama gebacken, verschlungen habe und jetzt aus den letzten Sommern, wo ich ihn selber und jetzt schon mit meiner Tochter backe und uns damit den Sommer versüße.

Du hast deine Leidenschaft zum Backen ja durch deine Oma schon recht früh entdeckt, für die ein leeres Backrohr eher die Ausnahme als die Regel war, wie du auf deinem Blog schreibst. Was sind die drei besten Tipps, die dir deine Oma fürs Backen mitgegeben hat? 

Erstens: Alle kalten Zutaten, die Zimmertemperatur zum Verarbeiten brauchen, rechtzeitig herauslegen und ihnen Zeit zum Warmwerden geben. Zweitens: Sich Zeit nehmen, weil man sonst einen Teil des Rezepts übersieht, etwas vergisst oder verwechselt. „Ned hudln, vom Hudln kumman d Kinda“ :-) Drittens: Drei Längen Apfelstrudel sind besser als zwei oder nur eine - es finden sich immer Abnehmer/innen :-)

Du kommst ja ursprünglich aus dem Mostviertel – welche typischen Mostviertler Rezepte kommen bei dir auch in deiner neuen Heimat Wien noch regelmäßig auf den Tisch? 

Omas Apfelstrudel selbstverständlich! Mit einem in Wien nicht so häufig verwendeten Wein- bzw. Mostteig. Zwetschken- bzw. Marillenkuchen - ganz simpel, aber unglaublich gut, aus einer sogenannten gleich schweren Masse (also gleich viel Mehl, Butter, Zucker).

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