Suchmaschinenoptimierung - wie du deinen Blog Google schmackhaft machst

26. September 2018

Was wären all die tollen Food Blogs, wenn sie nicht auch von Google gefunden werden würden! Während der Google-Algorithmus für die meisten von uns ein Buch mit sieben Siegeln bleibt, hat uns SEO-Consultant Tamara Zimmermann von Otago Online Consulting in einem Crashkurs für die #afba18 Akademie Einblick in die Suchmaschinenoptimierung gewährt und uns verraten, wie wir den eigenen Blog Google noch schmackhafter machen: 

Die Basics zur Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (= SEO) macht man, um sichtbar zu sein, wenn der Bedarf besteht. 

Das Basis-Suchergebnis besteht aus Title + URL + Description. Diese Elemente kann man selbst beeinflussen und das sollte man auch tun. 

Neben dem herkömmlichen Suchergebnis („Snippet“) gibt es noch Rich Snippets und Featured Snippets

  • Rich Snippets enthalten Textausschnitte und andere Inhalte (z.B. Fotos, Bewertungen), die direkt von den Websites gezogen werden und in den Suchergebnissen mit all diesen Informationen dargestellt werden. 
  • Featured Snippets sind hervorgehobene Textausschnitte, die Google direkt von einer Website zieht, um dem User eine Antwort auf seine Suchanfrage zu liefern. Featured Snippets werden von Google ausgewählt. Wird man von Google für ein Featured Snippet ausgewählt, kann man damit die Konkurrenz überholen. 

Vor dem Schreiben sollte man eine durchdachte Keyword-Recherche machen: Wonach suchen meine User? Z.B. nationale vs. internationale Begriffe, auch nach Synonymen in anderen Bundesländern suchen. Auch wiederkehrende Eigenschaften werden von Usern immer wieder gesucht z.B. „einfach“, „schnell“, „vegan“, „ohne…“. 

Nach dem Schreiben ist es gut, die Google Search Console im Auge zu behalten, um zu schauen, wie gut die einzelnen Suchbegriffe performen. Suchbegriffe können "short tail" oder "long tail" sein: 

  • Short Tail Keywords: z.B. „Kürbissuppe“, also kurze, einfache Suchbegriffe. Hier gibt es sehr viele Suchanfragen, aber auch sehr viele Konkurrenten, die etwas zu diesem Suchbegriff anbieten. 
  • Long Tail Keywords: z.B. „Kürbissuppe vegan mit Kokosmilch“, also längere, genauer definierte Suchbegriffe. Hier gibt es zwar weniger Suchanfragen zu genau dieser Suchanfrage, aber auch viel weniger Konkurrenten, die genau zu dieser Suchanfrage etwas anbieten. 

Es gibt 4 Säulen der Suchmaschinenoptimierung

  • Technik: der Seite muss so sein, dass Google die Seite gut abrufen und indexieren kann.
  • Inhalt: die Texte selbst, aber auch Titel, Texte, Rich Snippets
  • Nutzerfreundlichkeit: z.B. Mobil-Optimierung, Schnelligkeit beim Laden
  • Links: Links, die intern, aber auch extern gesetzt werden

Wie suche ich Keywords und wo finde ich sie?  

Vor dem Start überlege dir: 

  • Worüber schreibe ich genau? Was ist mein USP bzw. der USP meiner Seite? 
  • Wie könnten User danach suchen?
  • Welche Begriffe sind gängig? 
  • Wie schreibt meine Konkurrenz? 

Gute Quellen für Keywords sind folgende Tools

  • Erste Anlaufstelle = Google Auto Vervollständigung: eine sehr gute Quelle für Long Tail Keywords. Tipp: mehrere Keywords ausprobieren, auch Synonyme ausprobieren. Auch ganz unten findet man nochmal ähnliche Suchanfragen. 
  • Ubersuggest: ein Tool zur automatisierten Auto-Vervollständigung. 
  • Google Trends: „ähnliche Suchanfragen“ und „verwandte Themen“ werden angezeigt. Der zeitliche Verlauf kann auch für die saisonale Themenplanung sehr hilfreich sein. 
  • Kenne deine Leser/innen und Konkurrent/innen: Welche Begriffe werden verwendet, die ich nicht nutze? Welche Begriffe werden nicht verwendet, die ich selbst stärken kann? Welche Nischen gibt es noch nicht?

So kannst du deinen Content optimieren:

Beim Content gibt es 3 Hebel: 

  1. Title & Description optimieren: Begriffe im Titel sind hilfreich für das Ranking im Suchergebnis. In der Description sollte man den Inhalt gut beschreiben, sie ist jedoch nur für den Leser hilfreich, weil sie in das Suchergebnis-Ranking nicht miteinfließt. Jede Seite sollte einen einzigartigen Title haben, in dem auch das Haupt-Keyword möglichst weit vorne steht. In der Description kannst du nachgereihte Keywords unterbringen, die im Title nicht mehr Platz gefunden haben. Ein gutes Plugin, um Title und Description für einen Wordpress-Blog zu optimieren, ist Yoast. 
  2. Texte optimieren: Inhalte sind generell sehr große SEO-Hebel. Die Qualität steht immer im Vordergrund. Der Text sollte so aufbereitet sein, dass man ihn auch gerne liest z.B. (Zwischen-)Überschriften, Aufzählungszeichen, etc. Außerdem ist es gut, wenn du Keywords und Synonyme im Text wiederholst.
  3. Rich Snippets unterstützen: Rich Snippets brauchen strukturierte Daten, die üblicherweise im HTML der Seite eingebaut werden müssen. Insbesondere Rezepte eignen sich für diese Art von Darstellung.  Für einen Wordpress-Blog gibt es das Plugin „All in One Schema Rich Snippets"

Auch Bilder wollen SEO!

Auch die Bilder auf deinem Blog sollten für die Suchmaschine optimiert werden, denn sie helfen deinem Ranking bei der organischen Suche und verbessern außerdem deine Auffindbarkeit bei der Google-Bildersuche, die vor allem für Food-Themen sehr relevant ist. 

So holst du mehr aus deinen Bildern raus:

  1. Auf die Bildgröße achten: nicht zu groß und nicht zu klein.
  2. Dateigröße beachten: lange Ladezeiten mag weder User noch Google > checke auch deine Seitengeschwindigkeit!
  3. Dateinamen optimieren: die fleißig recherchierten Keywords verwenden, Bindestrich vor Unterstrich (wird von Google besser verarbeitet); keine Umlaute, Leerzeichen, Großbuchstaben, Sonderzeichen. 
  4. Alt-Tags setzen: zusätzliche Infos zum Bild, mit Keywords das Bild beschreiben (Longtail!), alt z.B. = „vegan Gemüselasagne mit Zucchini Low-Carb"
  5. Bildtitel vergeben: gibt dem Bild einen sprechenden Titel!
  6. Strukturierte Daten für Bilder nutzen (Vorschaubild)!
  7. Bilder-Sitemap: empfehlenswert, wenn es viele Bilder gibt > dafür gibt es Plugin-Lösungen! 

Setze (gute) Verlinkungen!

Interne und externe Links unterstützen dein Ranking in Suchmaschinenergebnissen. 

  • Interne Links: kannst du komplett selbst beeinflussen. Setze sie strategisch (z.B. von der Startseite auf Unterseiten) und verteile so die Linkkraft und pushe weniger starke Seiten auf deiner Website. Versuche außerdem, die Linktexte „sprechen“ zu lassen und sie nicht über „hier“ zu verlinken. Auch sollte sich der Link durch die Formatierung vom Rest des Textes abheben. Setze auch Querverbindungen z.B. zu ähnlichen Rezepten. 
  • Externe Links: kannst du wenig bis gar nicht beeinflussen, aber versuche qualitativ hochwertige Links aufzubauen und sei mit Verzeichnislinks vorsichtig. Für SEO sind externe Links sehr wichtig.  

Auch die Technik muss stimmen! 

  • URL: Suchmaschine hat eine Internetadresse.
  • Crawler: Die Suchmaschine liest die Daten auf der Seite ein und findet weitere Links.
  • Suche: Die gefundenen Daten werden verarbeitet und können gefunden werden.

Lese-Tipp, wie Google funktioniert: SEO Einführung von Google

Diese Tools helfen dir beim SEO: 

Herzlichen Dank an Tamara Zimmermann von Otago Online Consutling für diesen spannenden Workshop! 

Fotocredit: Edho Pratama // Unsplash

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