10 Tipps zu Mediakit & Kooperationen für Food Blogger.

7. September 2018

Ein Nachbericht zum Blog Professional Workshop von Maria Ratzinger.

1. Dein Mediakit ist eine tolle Chance, deinen Blog gegenüber einem potentiellen Kooperationspartner gut zu präsentieren, und deshalb Voraussetzung, wenn du mit Unternehmen kooperieren möchtest. Ein Mediakit ist das, was du einem potentiellen Kooperationspartner an Informationen über deinen Blog in einem Dokument zur Verfügung stellst, damit er sich ein besseres Bild davon machen kann, ob eine Kooperation zwischen euch beiden Sinn macht: Wer bin ich? Warum habe ich meinen Blog gestartet? Welche Projekte habe ich bereits mit Kooperationspartner umgesetzt? An welchen Projekten arbeite ich gerade gemeinsam mit Kooperationspartnern? Außerdem beinhaltet ein Mediakit Zahlen und Fakten rund um deinen Blog.  

2. Dein Mediakit sollte aus drei Teilen bestehen: deinem About-You, einem quantitativen und einem qualitativen Teil. Der qualitative Teil deines Mediakits erklärt, was das Besondere an deinem Blog ist (deine Nische), warum deine Partner ausgerechnet mit dir kooperieren sollten und wie du Produkte oder Marken in deinen Blog integrieren kannst. Verfolgst du über längere Zeit ein großes Überthema, in das du deinen Kooperationspartner sinnvoll einbauen kannst, führe es an. Der qualitative Teil deines Mediakits stellt Community- und Zielgruppen-Kenntnisse zur Verfügung: Was weißt du über deine Zielgruppe? Wie sieht dein typischer Blog-Leser aus? Außerdem gehören Reach und Statistiken deines Blogs und deiner Social Media Kanäle unbedingt dazu. Preise für Einzelleistungen kann man anführen, muss man aber nicht: Oft kann es sinnvoller sein, auf den Kunden abgestimmte Packages zu schnüren.  

3. Screenshots aus professionellen Analytics-Tools wirken seriöser als nur Zahlen. Analytics-Tools wie Google Analytics, Facebook Insights oder Hype Auditor liefern dir aussagekräftige Zahlen zu deine Zugriffszahlen, aber auch wertvolle Insights zu deiner Zielgruppe. Wer im Mediakit mit Screenshots aus diesen Tools arbeitet, wirkt seriöser als jemand, der nur Zahlen anführt. 

4. Verzichte beim About-You auf die typischen Buzzwords. Viel zu oft besteht das About-You in Mediakits aus Buzzwords wie Food, DIY, Lifestyle, Photography, Rezepte, healthy, etc. Wer diese weglässt und stattdessen in eigenen Worten beschreibt, worum es auf dem Blog geht, sticht aus der Masse an Mediakits, die bei Blogger Relations Agenturen eintrudeln, hervor. Zusätzlich ist es ratsam, den About-You-Text übersichtlich zu gliedern. Erwähnst du im Text deine Blog-Kategorien, dann verlinke auf die Kategorie-Seiten! Vergiss im About-You auch nicht darauf, deine Leserschaft zu beschreiben.  

5. Verwende ein übersichtliches und „luftiges" Mediakit-Template! Ein Mediakit muss man nicht selbst designen. Auf Websites wie Creative MarketCanva oder Bloggerkitco.com findest du eine Vielzahl an Templates für jeden Geschmack und zu günstigen Preisen. Wähle eines, das übersichtlich gegliedert ist und nicht zu viel Text auf einer Seite hat: lieber luftig und dafür mehr Seiten. Verwende am besten deine eigenen Fotos, aber wenn du schöne Stock-Fotos brauchst, ist Unsplash eine gute Quelle! 

6. Zeig in deinem Mediakit, was andere über dich sagen! Oft ist es für potentielle Kooperationspartner interessant zu lesen, was andere über dich schreiben oder sagen. Presse-Clipings, aber auch Auszeichnungen sind in einem Mediakit deshalb sehr sinnvoll. Längere Zeitungsartikel dürfen dabei auch ruhig Raum einnehmen und so groß sein, dass man den Text lesen kann. Der Kooperationspartner kann sich so einen Eindruck davon verschaffen, wie man sich als Blogger präsentiert.  

7. Tauche tief in deine Zielgruppe ein! Analytics Tools wie Facebook Insights oder Hype Auditor liefern dir nicht nur exakte Zahlen über deine Follower, sondern helfen dir auch, noch mehr über deine Leser zu erfahren. Mit Facebook Ads kannst du beispielsweise herausfinden, welche Marken deine Fans sonst noch toll finden, und so deinem potentiellen Kooperationspartner deine Leserschaft noch besser näher bringen. 

8. Überlege dir vor Kontaktaufnahme, was du in eine Kooperation einbringen kannst. Bevor du an einen potentiellen Kooperationspartner mit einem Angebot herantrittst, überlege dir, wie dein Blog zur Marke deines Wunsch-Kooperationspartners passt. In Kombination mit deinem Mediakit soll deinem Kooperationspartner klar sein, was deine Community ausmacht und warum seine Marke, sein Produkt gut dazupasst. Welche Storytelling-Formate kannst du deinem Kooperationspartner anbieten? Je konkreter dein Vorschlag ist, umso einfacher ist es für den Kooperationspartner zu entscheiden.  

9. Arbeite dein Angebot sehr genau aus! Ein angenommenes Angebot ist ein Vertrag. D.h. sobald dein Kooperationspartner mit deinem Angebot einverstanden ist, musst du auch alle Erwartungen von Kundenseite erfüllen. Zähle deshalb im Vorfeld alle deine Leistungen deiner Kooperation auf (besser zu viel als zu wenig) z.B. Idee, Konzeption, Fahrtspesen, Content Produktion (Fotos, Fotorechte), Texten, Projektmanagement, Reporting etc. Kläre Timings mit dem Kooperationspartner ab und weise darauf hin, dass du gesponserte Beiträge als Werbung kennzeichnen musst. „Denke vor“ und überlege dir auch, was im Falle eines Ausfalls passiert, z.B. wenn du z.B. auf einer Pressereise krank wirst. 

10. Vermeide die typischen Fehler von Blogger-Seite: Seinem Kooperationspartner nicht oder nicht zeitnah zu antworten, ist ein großes Don’t! Oft werden Angebote auch viel zu spät geschickt, sodass sich die Unternehmen nur mehr dunkel erinnern können, worum es bei der Kooperation eigentlich ging. Wer sich nicht mit dem Produkt des Kunden auseinandersetzt, vertut eine große Chance mit dem Kooperationspartner, weil sich Unternehmen lieber für Kooperationen mit Bloggern entscheiden, die sich Gedanken zum Produkt bzw. zur Marke gemacht haben. Nach der Kooperation sollte man seine Rechnung innerhalb weniger Tage stellen, denn die Agenturen und Unternehmen möchten die Kooperation zeitnah abschließen. Blogger-Kollegen anschwärzen, weil man eine Kooperation nicht bekommen hat, ist ein absolutes No-Go, ebenso die Blogger Relations Agentur zu übergehen und mit dem Kunden direkt zu verhandeln. Das Briefing des Kunden nicht ganz genau zu lesen, passiert leider auch oft. 

 

Doch mit diesen 10 Tipps von Blogger Relations Expertin Maria Ratzinger von Modekabel kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen! Wir wünschen dir viel Erfolg für dein Mediakit und deine Kooperationen! 

17.11.2018 FASHIONCAMP VIENNA

Seit 2010 Jahren veranstaltet Maria Ratzinger das FashionCamp Vienna, die Konferenz von Lifestyle-Bloggern für Lifestyle-Blogger. Die Tickets gibt's nur für Influencer und sind ab sofort hier erhältlich. 

Foto: RAWPIXEL on UNSPLASH
Text: Daniela Wiebogen

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