In meiner Küche: zu Besuch bei Babsi Dangl von www.mintnmelon.com

19. Jänner 2018

„Essen und Kochen hat für mich immer etwas mit guter Gesellschaft zu tun.“

 

Babsi Dangl ist die sympathische Bloggerin hinter www.mintnmelon.com, die beim Austria Food Blog Award 2017 zum BILLA Shooting Star gekürt wurde. Bei einem Frühstückskaffee und selbstgemachten Schokocroissants gewährte sie uns Einblick in ihre Blogger-Küche, plauderte mit uns über die letzten Wochen seit dem Austria Food Blog Award und verriet uns, woher sie sich die Inspiration für ihre köstlichen Rezepte holt.  

Babsi Dangl in ihrer Küche

Du wurdest beim Austria Food Blog Award 2017 zum BILLA Shooting Star gekürt. Was hat sich seit diesem tollen Erfolg getan? 

Zuerst einmal freue ich mich unheimlich über das viele, positive Feedback, das ich seit dem Award bekomme. Es sind viele neue Leser auf meinen Blog gestoßen, ich bekomme auch viele Emails von neuen und treuen Lesern, die mich anschreiben und mir liebe Zeilen in den Kommentaren hinterlassen. 

Mit BILLA gab es auch schon tolle, erste Treffen, bei denen wir unsere Zusammenarbeit besprochen habe. Ich werde heuer einer von mehreren Bloggern sein, die das ganze Jahr über mit BILLA zusammenarbeiten. Schon bald wird es erste Beiträge von mir auf frischgekocht.at von mir geben sowie gesponserte BILLA Beiträge auf meinen Kanälen. Ich freue mich schon sehr darauf. 

Woher nimmst du die Inspiration und die Ideen für deine kreativen Rezepte? 

Meine größte Inspirationsquelle ist Pinterest. Ich hab unheimlich viele Pinnwände, auf denen ich meine Ideen sammle. Was ich so toll finde, ist, dass ich dort nicht nur Rezepte finde, sondern auch Inspiration für die Bildgestaltung zu den Rezepten. Ich blättere auch unheimlich gerne in Kulinarikmagazinen: das FRISCH GEKOCHT ist eigentlich immer dabei, auch das SERVUS Magazin ist ein ganz tolles Magazin. Und dann natürlich Kochbücher: ich kaufe meine Kochbücher oft bei Thalia, weil ich dort so gern in der Kochbuchabteilung schmökere. 

Babsi Dangls Bücherregal voller Inspiration

Wie gehst du ein neues Rezept an? 

Meine Formel heißt Trial and Error. Eine Idee hab ich meist recht schnell im Kopf und dann werke ich meist einfach drauf los. Wenn man so wie ich viel kocht, hat man ja ein gutes Gefühl dafür, was funktioniert und was weniger. Aber sicher gehen auch bei mir manchmal Dinge schief.  

Wo kaufst du die Zutaten für deine Gerichte ein? 

Meistens bei meinem BILLA ums Eck (man kennt mich dort schon recht gut) Manchmal kaufe ich auf dem Naschmarkt ein, der ist gleich bei mir ums Eck. Zu Fuß gehe ich auch gerne zum Arche-Noah-Pop-Up-Markt in der Nähe vom Margarethengürtel. Im Frühjahr gibt’s dort viele Jungpflanzen, aber auch sehr viel Obst und Gemüse von Bauern direkt aus dem Burgenland. Sehr saisonal also und noch ein super Geheimtipp! 

Wo wirst du fündig, wenn du auf der Suche nach schönen Tellern oder originellem Besteck für deine Fotos bist? 

Meine Mama hat sehr viele Schätze noch von meiner Oma, die ich mir gerne für meine Fotos ausborge. Auch die Mama von meinem Mann Philipp weiß sehr gut, was mir gefällt und kauft mir oft ein paar Sachen auf Flohmärkten bei ihr daheim im Waldviertel. Gelegentlich gehe ich auch zum CARLA Shop von der CARITAS Wien, der auch ganz in der Nähe unserer Wohnung ist. Auch bei Depot oder Zara Home finde ich hin und wieder schöne Dinge. Meine Lieblingskanne zum Beispiel ist von H&M Home. 

Babsis Sammlung mit Tellern und Besteck

Wo fotografierst du deine Gerichte? 

Das mache ich meist auf meinem Küchentisch. Wenn die Sonne durch das Dachfenster zu direkt scheint, wandere ich manchmal auch weiter in die Küche und baue mein kleines Fotostudio auf Sesseln vor dem Bücherregal auf oder ziehe den Tisch rüber. Gerade wenn ich Platten als Unterlage verwende und das Gericht von oben fotografiere, ist mir der Tisch zu hoch. 

Wie lange dauert es von der Idee in deinem Kopf bis zum fertigen Blog-Beitrag auf mintnmelon.com? 

Es kommt natürlich auf das Gericht an, aber es kann auch schon mal vier bis fünf Stunden dauern. Selbst einfache Gerichte sind manchmal schwer unter einer Stunde zuzubereiten, weil man sie natürlich nicht nur zubereitet, sondern auch für das Foto hübsch herrichtet. Dann arrangiere ich das Gerichte auf meinem Tisch oder meinen Fotoplatten. Wenn ich nicht zufrieden bin oder das Licht nicht passt, baue ich auch alles nochmal um. Für das Fotografieren selbst brauche ich eine halbe Stunde bis Stunde. Bearbeitet werden meine Fotos nur minimal, höchstens beim Licht bessere ich ein bisschen nach. Die größte Herausforderung sind dann spannende Einleitungen zu meinen Rezepten - da muss ich der richtigen Stimmung sein, damit sie mir gut gelingen. Eine Stunde dauert es schon, bis ich zufrieden bin. Abschließend teile ich den Blog-Beitrag dann noch auf meinen Social Media Kanälen. Damit es für jeden Kanal wie Instagram oder Pinterest optimal angepasst ist, kommt nochmal eine halbe Stunde dazu. Also es summiert sich schon zu ein paar Stunden pro Rezept. 

Wie wichtig sind soziale Medien, damit deine Leser zu deinen Blog-Beiträgen finden? 

Sehr wichtig! Die meisten Leser kommen bei mir über meine Facebook-Seite. Wahrscheinlich auch, weil man mit nur einem Klick von Facebook zum Rezept kommt. Bei Instagram ist es schon ein bisschen schwieriger. Da liket man vielleicht ein hübsches Bild, aber der Weg zum Rezept ist schon schwieriger. Pinterest habe ich lange unterschätzt, aber es kommen mittlerweile wirklich viele Zugriffe von dort. Da ist es wichtig, dass man die Fotos gleich im richtigen Format fotografiert: für meinen Blog und für Facebook verwende ich meist Querformat-Fotos, für Pinterest brauche ich zusätzlich Hochformat-Fotos.  

Was ist dein liebstes Küchenwerkzeug? 

Das ist sicher meine KitchenAid. Sie war ein Geschenk von meiner Family, lieben Freunden und meinem Mann. Ich mag sie so gerne, weil sie so viel Power hat. Die vielen Aufsätze dazu machen sie sehr vielseitig und sie ist natürlich auch ein hübsches Deko-Objekt für die Küche. 

Was war das schwierigste oder ungewöhnlichste Rezept, das du in deiner Küche ausprobiert hast? 

Super aufwendig sind Ravioli, aber ich mache sie trotzdem sehr gerne. Ich hab nämlich keine Spezialutensilien für Ravioli - ich mache alles mit der Hand. Den Teig walke ich mich den Händen aus, als Ausstecher verwende ich ein Glas. Ein Rezept, an dem ich lange getüftelt habe und das wir deshalb über mehrere Wochen gegessen haben, waren die Burger-Buns. Ich wollte unbedingt saftige Burger-Buns haben und das während des heißesten Zeit des Sommers! Das Backrohr ist durchgehend gelaufen und ich habe die Temperatur in unserer Wohnung von 35° auf 40° getrieben. Zum Glück ist mein Mann Philipp geduldig mit mir und meinen Küchenexperimenten, auch wenn er da zwischendurch auf die Terrasse geflüchtet ist. 

Was ist deine Lieblingszutat oder womit gibst du deinen Gerichten das gewisse Etwas? 

Kardamom probiere ich bei vielen süßen und pikanten Rezepten aus, weil es ihnen eine feine Note gibt. Oft mahle ich auch mein Mehl selber. Das Getreide dafür nehme ich von einem Bauern aus meinem Heimatort Kapelln in Niederösterreich mit und mahle es dann hier mit meiner Getreidemühle. Da schmeckt man den Unterschied, vor allem beim selbstgemachten Pizzateig. 

Mit wem stehst du gerne in deiner Küche und warum?

Essen und Kochen hat für mich immer etwas mit guter Gesellschaft zu tun. Deshalb lade ich am liebsten eine gute Freundin zu mir in die Küche ein. Bei einem guten Glas Wein entstehen die lustigsten Küchengeschichten. Heuer im Advent haben wir zum Beispiel für ein CARITAS-Projekt Kekse gebacken.  Eine liebe Freundin hat mir dabei geholfen und am Ende war es ein großer Spaß!  

Babsis Rezept für Rote-Rüben-Ravioli in Mohnbutter oder den selbstgemachten Pizzateig gibt’s auf www.mintnmelon.com

Der Siegerpokal des AFBA 2017

Zum Frühstück bei Babsi

Text: Daniela Wiebogen 

Unsere Partner